Valposchiavo: Ein smartes Tal wird bio

Mit Überraschungen wartet das Valposchiavo hinter dem Berninapass auf. Neben alpinen Märchen-Panoramen und viel Kultur sind es vor allem die Menschen in dem Bündner Südtal, die an einem Strang ziehen, um ihre Gäste hundertprozentig bio zu verwöhnen.
Das italienischsprachige Valposchiavo (Puschlavtal) zählt zu den in unseren Breiten noch unbekannten Schätzen der Schweiz. Es erstreckt sich vom Berninapass bis ins italienischen Veltlin und liegt an der UNESCO-geschützten Bernina-Bahn, die mit ihrer spektakulären Streckenführung schon alleine eine Zugreise wert ist. Aber auch die Ortschaften, auf die man stößt sind einzigartig, allen voran das Städtchen Poschiavo, das zwar nur dreieinhalbtausend Einwohner zählt, aber mit seinem schiefen Stadtturm, seinen Kirchen, Museen und Palazzi und einem imposanten Villenviertel mondänes Flair versprüht. Neben der fantastischen Bergwelt zieht vor allem der auf 962m gelegene, kristallklare Puschlavsee die Besucher an.
Der Puschlav-See im Bündner Südtal
BIOnier-Arbeit
So imposant sich Natur und Kultur im Valposchiavo präsentieren, noch mehr Eindruck macht die Entschlossenheit der regionalen Tourismusanbieter. Aufbauend auf die reichhaltige und lebendige kulinarische Tradition ihres Tales haben sie sich gemeinsam mit den innovativen Biobauern und Veredelungsbetrieben das Ziel gesetzt, die erste Tourismusregion zu werden, die ihren Gästen 100% biologische Produkte anbieten kann. Mit einem fast 90-prozentigen Anteil an biozertifizieren Anbauflächen ist die Ausgangslage denkbar gut. Zu den Zugpferden der Bewegung gehört der Kräuterexperte Reto Laselli, der bis zu 20 Tonnen erlesenste Biokräuter jährlich produziert und größtenteils per Hand weiter verarbeitet oder auch die Molkerei Caseificio Valposchiavo, die mit einer Jahresproduktion von 90 000 kg Bio-Käse für das Gros der regionalen Käseproduktion verantwortlich ist.
Köstliches Projekt
Als Tool für die klare Positionierung und Vermarktung dient das Label „100% Valposchiavo“. Tragen dürfen es ausschließlich Produkte wie Milch, Fleisch, Obst, Gemüse oder Kräuter, die aus der Region stammen oder deren Zutaten – etwa bei Käse, Wurst- oder Backwaren – zur Gänze lokal hergestellt wurden. Für Produkte, die nicht nur aus lokalen Zutaten bestehen, kommt das Label „Fait sü in Valposchiavo“ (zu Deutsch: hergestellt im Valposchiavo) zur Anwendung.

Inzwischen haben sich zehn Gastwirte zu dem Konzept bekannt. Auf ihren Speisekarten finden sich Spezialitäten, die den oben beschriebenen Labels und auch dem Schweizer Bio-Zertifikat „Bio Suisse“ entsprechen, sowie ein Menü, das zu 100% aus Valposchiavo –Ingredienzien besteht. Dazu werden Weine aus dem Veltlin und das köstliche Quellwasser der Region gereicht. Entsprechende Pauschalangebote und eine Kooperation mit der Rhätischen Bahn flankieren das zukunftsweisende Projekt.

Wer mehr wissen will, wird unter

 

fündig.

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