Botswana: Safari mit Anhang

Endlich einmal nicht Jesolo, sondern Botswana. Schließlich sind unsere Kinder dem Babystrand-Alter entwachsen, und wir lechzen danach, wieder einmal unter afrikanischer Sonne zu urlauben. Wichtig ist nur, dass die jungen Safarigäste beschäftigt sind und die Fahrten von einer Lodge zur nächsten tunlichst nicht ihre Geduldsspanne ausreizen. Lukas (8) und Leonie (7) freuen sich ebenso wie wir auf den Urlaub, besonders als sie hören, dass sie neben Elefanten, Antilopen, Sträußen und Nashörnern vielleicht auch ihre geliebten Erdmännchen sehen werden. 

Unterwegs im Delta

Kinder in tierischer Gesellschaft im Camp Kalahari in BotswanaDas Footsteps Camp liegt im nördlichen Teil des Okavango Deltas und bleibt den original afrikanischen Zeltcamps treu. Die unterschiedlichen Landschaftsformen wie Sumpf oder Steppe, Palmeninseln oder Flusslandschaften werden unter der Leitung von hoch qualifizierten Rangern per pedes erforscht. Die Kids lernen dabei jede Menge, vor allem, wie man möglichst still einen Fuß vor den anderen setzt, um die Tiere nicht zu verscheuchen. Während Leonie sich vor jedem Mistkäfer hinkniet, ist Lukas sichtlich vom Gewehr unseres Buschführers beeindruckt. Er lässt ihn keine Sekunde aus den Augen und lauscht aufmerksam den Erklärungen, zum Beispiel beim Spurenlesen. Nach diesem gelungenen Auftakt, landen wir im Camp Okuti im Moremi Wildreservat. Es ist für seinen Reichtum an Pflanzen und wilden Tieren bekannt, sodass jede unserer Beobachtungsfahrten in einem Erfolg endet: Elefanten, Impalas, Kudus und sogar ein Rudel Löwen konnten wir sehen. Am Nachmittag genießen wir unser Familienchalet und einen Snack mit Blick auf die Lagune, während die Kinder im Pool toben.

Elefanten und Erdmännchen

Kinder in tierischer Gesellschaft im Camp Kalahari in BotswanaUnsere nächste Station ist die Elephant Valley Lodge im Chobe Reservat. Dort brauchen wir uns theoretisch kaum bewegen, denn die Lodge blickt auf ein großes Wasserloch, das regelmäßig Elefantenherden und andere faszinierende Besucher anlockt. Lukas und Leonie helfen beim Feuerholzsuchen und himmeln den Lodge-Manager an, der ihnen beim Lagerfeuer unter Tausenden von Sternen das Kreuz des Südens zeigt. Auch der nächste Tag verläuft dank einer Bootsfahrt am Chobe Fluss ereignisreich. Nach zwei Nächten im bequemen Safarizelt geht es ins Camp Kalahari im 4.900 km2 großen Makgadikgadi Nationalpark. Der Empfangs- und Essbereich sieht aus wie ein altes Entdeckercamp, das Familienzelt ist so gemütlich, dass wir gar nicht hinaus wollen und das Badezimmer liegt nicht nur im Freien, sondern hat angeblich auch die heißeste Dusche der ganzen Kalahari. Die brauchen wir auch nach den vielen Eindrücken und einem Tag am Landrover. Die Aufregung erreicht am nächsten Morgen ihren Höhepunkt, als wir die Erdmännchen besuchen. Die sozialen Kuschler sind unglaublich süß und klettern neugierig auf den Kindern herum, die sich vor Kichern kaum halten können.

Straßenkinder-Projekt

Ein angenehmer und durchaus erwünschter Nebeneffekt: ein Teil des generierten Umsatzes des beschriebenen „Young Explorer“-Programmes geht an die Bana ba Letsatsi Straßenkinder von Maun. 250 benachteiligte Kinder, viele davon Aids-Waisen, finden auf diese Art ein sicheres Heim, erhalten Unterricht und die Unterstützung, die sie dringend brauchen. Der in Maun ansässige Veranstalter Safari Destinations sponsort die Betreuung und die Vorschule für sechs dieser Kinder. „Wir werden uns sicher weiter engagieren,“ freut sich die deutsche Geschäftsführerin Carina Grüninger, „denn unsere Kunden sind sehr motiviert, da sie sehen können, wohin das Geld fließt“. Noch wird das Projekt nicht von der botswanischen Regierung unterstützt und hängt zu 100 Prozent von Spenden ab. Eine Projektbeschreibung in Englisch gibt es unter www.banabaletsatsi.com.

Die Kindersafari „Young Explorer“ ist bei Safari Destinations buchbar. Informationen in Deutsch unter: www.safaridestinations.de.

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